Hundeherzen Apariv e.V.

Ich kann nicht alle Hunde der ganzen Welt retten, aber ich kann die ganze Welt eines Hundes retten!

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Fellnasen in fremden Kinderstuben

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Die "Waldläufer" unter den Hundefreunden wissen es längst! Unsere baldigen Wildtier-Mütter sind hoch trächtig und in wenigen Tagen beginnt die "Setz- und Brutzeit" auf unseren Wiesen, Feldern und in den Wäldern. Die Kinderstuben der Wildtiere werden wieder voll besetzt sein.

RehkitzDamit hat aber auch bei verantwortungsbewußten Hundehaltern die "harte" Zeit für ihre Fellnasen begonnen. Bei den Spaziergängen in den Wäldern, auf den Wiesen und Feldern ist die "Wegepflicht" (und damit die freiwillige "Anleinpflicht") für unsere Fellnasen angesagt, obwohl die Luft voller interessanter Witterungen ist und es am Boden nur so von gut riechenden Fährten wimmelt. Diese ist zwar nicht in allen Bundesländern tatsächlich als gesetzliche Verpflichtung in gleicher Weise fixiert, da das Jagdrecht Ländersache ist und die Regelungen daher in den Bundesländern - manchmal sogar in den verschiedenen Gemeinden - unterschiedlich sind. Aber für verantwortungsbewußte Hundehalter und Tierfreunde ist es selbstverständlich, dass die eigene Fellnase die besagte nicht in die Kinderstube von Reh oder Hase oder gar von den Bodenbrütern wie Kiebitz, Feldlerche, Wachtelkönig und Bekassine steckt und womöglich das Jungtier als "Beute" mit zu seinem Menschen bringt.Feldhase

Besonders die Bodenbrüter sind mittlerweile stark bedroht und stehen auf den Roten Listen.

Zudem ist solch ein "Jagdausflug" bei manchen unserer heimischen Wildtiere ein Abenteuer, das nicht nur der Fellnase, sondern auch für deren Menschen unerwartet gefährlich werden kann. Wer schon einmal das Erlebnis hatte, "Fersengeld" vor einer fast 2 Zentner Bache geben zu dürfen, die sich und ihre Frischlinge durch eine Fellnase angegriffen fühlte, wird sicher ganz genau wissen, was ich meine. Und die normalerweise sehr scheuen Wildschweine werden im wahrsten Sinne des Wortes zu "Kampfschweinen", wenn sie ihre Jungen bedroht glauben. Und Wildschweine können seeeeeeehr schnell werden!

KiebitzDaher bitten wir alle unsere Freunde im Interesse der Wildtiere, im Interesse der eigenen Fellnasen und auch der eigenen Unversehrtheit bis zum Ende der "Setz- und Brutzeit" bei den Wald, Wiesen und Feldspaziergängen bis ca. Ende Juni die "Wegepflicht" (und damit die freiwillige "Anleinpflicht") zu beachten.

Als verantwortungsbewußte Hundehalter wollen wir mit unserem Verhalten schließlich beispielhaft voraus gehen - denn nur dann dürfen wir kritisch mit den Menschen umgehen, die dem Tier- und Naturschutz nicht so ernst nehmen wie wir.