Hundeherzen Apariv e.V.

Ich kann nicht alle Hunde der ganzen Welt retten, aber ich kann die ganze Welt eines Hundes retten!

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Warum überhaupt einen Südländer?

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Angesichts voller Tierheime hierzulande erscheint es auf den ersten Blick paradox, dass Hunde aus dem Ausland geholt werden.

Doch aus welchen Gründen gibt es inzwischen einen so großen "Markt" dafür?

Wer heute einen Hund im nächstgelegenen Tierheim sucht, wird meist nicht so schnell fündig. Kleine, niedliche und junge Hunde sind kaum zu finden, dafür viele große Hunde und sogenannte Kampfhundrassen mit entsprechenden Auflagen. Daher werden immer häufiger Hunde über das Internet gesucht und vermittelt. Und hier werden suchende Hundefreunde bei den Auslandshunden schnell fündig: Kleine und mittelgroße Hunde, häufig noch im Welpenalter werden auf vielen Tierschutzseiten angeboten.

Wer einmal offenen Auges in den Süden gereist ist, kennt das Hunde-Elend in den Urlaubsorten. Die unkontrollierte Vermehrung der Straßenhunde führt zu regelrechten Welpenschwemmen. Der Anblick misshandelter und hungernder Kreaturen oder einfach nur deren Beschreibung im Internet reicht, um die Bereitschaft zu wecken, den Vierbeinern aus dem Ausland zu helfen. Wo jedoch Mitleid die Triebfeder ist, bleibt oft die nötige Sorgfalt bei der Entscheidung  auf der Strecke. Damit Ihr neuer Hund für Sie wirklich zu einem Traumhund wird, sollten Sie einige wichtige Dinge unbedingt wissen und selbst auch die wichtigsten Voraussetzungen erfüllen.

Verläuft die Vermittlung allzu unkompliziert, ist Vorsicht geboten. Wenn also nur nach einem kurzen Telefonat, einfach nur gegen Zahlung einer Gebühr der Hund vermittelt wird, ist es fraglich, ob die vermittelnden Personen wirklich im Sinne des Tierschutzes handeln. Seriösen Tierschutzorganisationen ist immer daran gelegen, für ihre Schützlinge das passende Zuhause zu finden, wo sie bis an ihr natürliches Lebensende verbleiben können. Dies bedingt, dass seriöse Tierschutzorganisationen im Vorfeld prüfen, ob diese Voraussetzungen gegeben sind.

In der Regel erfolgt daher mindestens eine Vorkontrolle durch eine qualifizierte Person, bei der zum einen die künftigen Haltungsbedingungen für den Schützling überprüft werden, zum anderen aber auch die künftigen Halter möglichst umfassend über das Tier, seine (bekannten) Eigenheiten und möglichen Probleme, die durch die Haltung des Tieres entstehen könnten, informiert werden. Üblicherweise erfolgt zudem nach einer gewissen Zeit (z.B. 1 Jahr) eine Nachkontrolle, in deren Rahmen sich die Tierschützer vergewissern, dass ihr ehemaliger Schützling erwartungsgemäß gut und richtig gehalten wird und die Halter keine Probleme mit ihrem Tier haben.

Als künftiger Halter ist die Vorkontrolle die Möglichkeit, sich umfassend über ihren erwarteten vierbeinigen Familienzuwachs zu informieren. Fragen Sie genau nach, aus welcher Situation der betreffende Hund kommt. Nicht jeder Hund, der aus einer schlimmen Haltung kommt, ist glücklich über einen Platz in einem bequemen deutschen Wohnzimmer. Wenn ein solcher Hund z.B. über Jahre keine Bindung an Menschen und keinen Kontakt zu anderen Hunden hatte, dann ist die neue Situation für ihn und seine Menschen unter Umständen sehr schwierig. Um Probleme aus dem Zusammenleben mit einem solchen Tier zu vermeiden, sollte der künftige Halter ausreichende Erfahrungen in der Haltung problembehafteter Hunde haben.

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